Mittwoch, 2. Januar 2013
Meine Geschichte...
Schon in meiner Kindheit war ich immer mollig. Mein Übergewicht zog sich vom Kindergarten über die Schule und weiter ins Arbeitsleben. Heute bin ich 25 Jahre alt und sehr unzufrieden.
Ab dem 10. Lebensjahr hatte ich mit meinem Gewicht wirklich zu kämpfen. Meine Eltern achteten schon in meiner Kindheit eigentlich auf relativ gesunde Ernährung. Wir gingen selten in Fast-Food-Restaurants und es wurde alles selber gekocht. Woher die Fettpölsterchen kamen weiß ich bis heute nicht. Sie waren einfach da - und sie störten mich immer. Oft bemittleidete ich mich selbst, tat mir leid weil ich anders war als die anderen und schämte mich dafür. Aber erst vor kurzem begriff ich, dass nur ich alleine was dagegen tun kann. ICH muss mich ändern und wenn ich mich selbst bemittleide werde sich an meinem Gewicht nichts ändern!
Ab dem 11. Lebensjahr war ich beinahe "unsichtbar". Ich versteckte mich hinter meinem "Haar-Vorhang" und starrte stundenlang zu Boden. Ich nahm mich selbst kaum wahr, versteckte mich oft in meinem Zimmer und hatte wenige Freunde. Oft denke ich über diese Zeit nach und frage mich, ob das wirklich alles nur mit meinem Gewicht zu tun hatte. Ich war immer schon zurückhaltend und schüchtern, doch in der Pubertät es sehr extrem. Ich wollte mich ändern, mich akzeptiert von meinen Mitschülern fühlen, dazugehören. Aber dafür hatte ich nicht den richtigen Mut. Ich wurde schon in der Volksschule wegen meines Gewichtes gehänselt, was sich natürlich in der Hauptschule weiterzog (wie sollte es auch anders sein?) - Kinder und Jugendliche können sehr grausam sein (mich nicht ausgeschlossen). Als die Hauptschule abgeschlossen war und ich in eine neue Schule weitergehen wollte, ging mir der Knopf auf. Ich sah das als eine große Chance - kaum jemand kannte mich als das schüchterne, mollige, unsichere Mädchen. In den Sommerferien nahm ich einiges ab und ging als neues ICH in die nächste Schule. Damals wog ich 60 kg und war noch nie so zufrieden mit meinem Körper. Ich fühlte mich viel wohler, doch immer wieder schlichen sich doch wieder die "bösen" Gedanken in meinem Kopf: "Du bist hübsch, du bist dick!" Und ich nahm wieder zu.
Der "Jojo-Effekt" begleitete mich daraufhin bis heute, immer wieder versuchte ich abzunehmen, schaffte es auch sehr erfolgreich, nahm aber auch sehr schnell wieder zu! Ich kann gar nicht sagen, dass ich es mit einer bestimmten Diät versucht habe, ich habe gesund gegessen, aber viel zu wenig! Wenn ich meine Motivation schon mal da ist, dann kann ich sie kaum aufhalten. Dann esse ich kaum, mache viel Sport,... Wenn die Motivation nach einiger Zeit schön langsam abhanden kommt, fresse ich was das Zeug hält, ohne Strich und Komma, könnte stundenlang durchessen, ob Käse, Schokolade,...
Jetzt versuche ich, es langsam anzugehen. Ich möchte dauerhaft abnehmen, mich WOHL FÜHLEN in meinem KÖRPER!!! Oft schießen mir unzählige Gedanken durch den Kopf wie: "In diesem Körper wirst du nie einem Mann finden, der dich liebt!" Das macht mir sehr zu schaffen. Ich möchte so nicht weiterleben, ich MUSS etwas verändern in meinem Leben.
Dieser Blog soll mir helfen, meine Gedanken aufzuschreiben, mich selbst zu reflektieren und nachsehen zu können, was ich an einem Tag gegessen habe. Leider ertappe ich mich wieder dabei, zu wenig zu essen. Das möchte ich in den nächsten Tagen umsetzen und 3 Mahlzeiten zu mir nehmen.
Es tut mir leid, falls diese Worte sehr chaotisch geschrieben sind, ich musste sie einfach so aufschreiben, wie sie kommen :) Mein Kopf spielt gerade Ringelspiel.
In diesem Sinne, bis morgen :)
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